Inhalt:Seiner Erinnerung und mit ihr seiner Identität beraubt, preisgegeben seinen Assoziationen und Affekten, hilflos und zugleich aggressiv, bewegt sich der Patient Paul Tobisch in den Räumen der Klinik, nachsichtig- geduldig betreut vom Pflegepersonal, vergeblich umworben von seiner Frau, willkommen als Demonstrationsobjekt für die medizinische Vorlesung - ein Pflegefall für immer. Ein Fall für den Mediziner, so scheint es, hätte nicht der Autor der objektiv gezeichneten Realität in den inneren Monologen der Hauptfigur die Schicht der fließenden, nur subjektiv erfahrbaren inneren Gehalte zugeordnet. Aus den Erinnerungsfetzen im Bewußtsein des Patienten Tobisch wird erahnbar, was die Individualität des Menschen ausmacht: jene Idee, nach der der Mensch sich geschaffen wähnt, jenes Bild, das den Grad seiner Selbstachtung bestimmt, und das er um seiner selbst willen nicht preisgeben mag.
Regie:Raoul Wolfgang Schnell
Produktion:Westdeutscher Rundfunk 1967
Erstausstrahlung:14.02.1968
Dauer:53 Minuten und 20 Sekunden
Mitwirkende:
Sprecher:Rolle/Funktion:
Thomas BrücknerHeinz Tobisch
Mira HinterkausenOberschwester
Sigrun HöhlerKrankenschwester
Josef MeinertzhagenBettnachbar
Hans PaetschProf. Stuckmann
Wolfgang PeauBernd Tobisch
Wera PetersonStudentin
Wolfgang ReichmannPaul Tobisch
Edda SeippelHerta Tobisch
Michael ThomasAssistensarzt