Klappentexte:

Buch-Umschlagfoto: Notizen aus Wildenhayn

Buchumschlag Vorderseite

Sehr geehrter Herr Sommer,

nein, ich werde keine Monographie über Kujau schreiben, weder für Coburn noch irgendein anderes Haus, und auch Hitlers (Kujaus) private Pornozeichnungen interessieren mich nicht.
Mein Rat: Wenn Sie denn schon ein, wie Sie schreiben, "großes Geschäft" machen wollen (Freud läßt grüßen), so gehen Sie doch gleich aufs Ganze und suchen Sie sich in der literarischen Gosse eine Hure, die Sie nach Wunsch bedient und Ihnen binnen vier Wochen ein Buchskript liefert mit dem Titel: "Ich war Röhms Lustknabe / Enthüllungen eines jüdischen Strichers".
Wenn dann die FAZ das Buch, anstatt es totzuschweigen, zum Ereignis, pardon: zum Event erhebt, indem sie es als antisemitisch bezeichnet, und wenn dann noch Paul Spiegel vom Zentralrat der Juden in Deutschland Anstoß nimmt, ist der Absatz einer Erstauflage von, sagen wir, 100.000 Exemplaren gesichert, und Sie können, Vespasian zitierend, vom Lektorat zur Chefetage aufsteigen.
Soviel - aus satirischer Sicht - zur Lage auf dem Buchmarkt. Und besten Dank für Ihre Mitwirkung!

Anton Vatterodt

Das höchste Verhältnis der Kunst
zur Natur ist dadurch erreicht,
daß sie diese zum Medium macht,
die Seele in ihr zu versichtbaren.
Friedrich von Schelling

Inhalt:

  • Notizen aus Wildenhayn
  • Grenze der Sprache - Ende der Welt?
    Zur Apologie mythischer Rede

Gebundene Ausgabe:47 Seiten
Verlag:Ralf Liebe (Weilerswist)
Auflage:2007
Sprache:Deutsch
ISBN-10:3935221673
ISBN-13:978-3935221673