Klappentexte:

Ich bin ein soignierter, freundlicher, umgänglicher, gutgelaunter alter Herr, unternehmungslustig, putzmunter und immer zu einem kleinen Scherz aufgelegt. Ich mache keine Schwierigkeiten, ich bin pflegeleicht.

Du kannst das Licht nicht malen
du mußt es leuchten lassen.
Buch-Umschlagfoto: Die Wohltaten des Regens

Schutzumschlag: Peter Hartmann, Leipzig,
unter Verwendung eines Fotos von Sebastian Kaps,
Dessau

Heinrich Ringleb ist desorientiert. Der ehemalige Kunsthändler lebt als Ruheständler im Alexiusstift in Ratingen. Dem Zweiundsiebzigjährigen fehlen nach einem Herzstillstand die Erinnerung an seine letzten zehn Jahre und das Verständnis seines aktuellen Lebensumfeldes. Doch Heinrich Ringleb ist ein ausgeprägtes Original. Mit Humor, Ironie und kauziger Besessenheit, gedanklich äußerst rege, ja virtuos sucht er seine Identität. Die täglichen Begegnungen im Heim werden zu Auslösern der Selbstfindung: Eine Biographie entsteht neu. Meditationen, Gedankenspiele und Betrachtungen der Natur münden in das letzte Annehmen der eigenen Person.

Theodor Weißenborn hat einen Roman geschrieben, der nicht bei bloßer Kritik am Umgang der Gesellschaft mit der älteren Generation verharrt. Indem er unsere Wahrnehmungsgeschwindigkeit drosselt, steht er vielmehr auf hoher sprachlicher und philosophischer Ebene konträr zum hektischen Zeitgeist.


Gebundene Ausgabe:261 Seiten
Verlag:Mitteldeutscher Verlag
Auflage:1994
Sprache:Deutsch
ISBN-10:3354008318
ISBN-13:978-3354008311